Zweimal zum ersten Alleinflug: Felix fliegt jetzt auch den Falken solo

Einen ersten Alleinflug hat man normalerweise einmal im Leben. Bei Felix (16) sind es zwei: Im Mai ist er zum ersten Mal allein im Segelflugzeug gestartet, heute Nachmittag zum ersten Mal allein in unserem Heubacher Falken. šŸŽ‰

Wie immer vor dem ersten Solo saß noch einmal ein zweiter Fluglehrer daneben und sah sich an, ob alles sitzt. Sieben Minuten, eine Landung. Dann war Felix allein an Bord.

Drei Platzrunden, und dann kam der Regen

Zwanzig Minuten, drei Runden, drei Landungen. Um kurz vor sieben rollte er zurück an die Halle – und keine halbe Stunde spƤter kam die Front über den Platz. Seitdem regnet es in Strƶmen.

Vorher standen sieben Schulflüge auf dem Falken im Buch, zusammen fünf Stunden und 29 Landungen. Fünf davon ist Felix mit Nils Kronig geflogen, die ersten beiden mit Thomas Hinss.

Beaufsichtigt hat die Alleinflüge heute Nils Kronig, die Überprüfung davor hat Felix Hupperten gemacht – zwei Felixe in einem Cockpit, das musste irgendwann passieren.

Gerade noch vor dem Regen: Felix nach drei Alleinrunden an unserem SF25 Heubacher Falken D-KYNT.
Gerade noch vor dem Regen: Felix nach drei Alleinrunden an unserem SF25 Heubacher Falken D-KYNT.

Sauber gemacht, Felix. Und gerade noch rechtzeitig. šŸ‘


Warum Felix den ersten Alleinflug zweimal hat

Felix macht die kombinierte Ausbildung: Segelflug und Motorsegler nebeneinander statt nacheinander, am Ende zwei Prüfungen. Der Weg ist bei uns noch jung – Lars Müller hat ihn im Dezember als Erster zu Ende gebracht.

Praktisch bedeutet das: Es kommt alles doppelt. Zwei Muster, zwei AusbildungsstƤnde, zwei Startarten – und eben auch zweimal der erste Alleinflug. Der eine liegt jetzt gut drei Monate zurück, der andere ist von heute.

Wie sehr er dabei ist, zeigt der Sommer: allein im Juli kamen 42 Flüge zusammen. Seit seinem ersten Start steht er inzwischen bei 45 Flugtagen.

Im Segelflug ist Felix lƤngst allein unterwegs. Dort stehen 110 Flüge und gut 20 Stunden im Buch, 44 davon ohne Fluglehrer, der lƤngste über zwei Stunden. Gestartet wird meistens an der Winde, manchmal im Flugzeugschlepp – so wie bei seiner A-Prüfung im Mai, als die Winde ausgefallen war.


Angefangen hat es im Klassenzimmer

Zu uns gekommen ist Felix über unsere AG ā€žPhysik des Fliegensā€œ an der Liebfrauenschule Mülhausen. Die lƤuft jedes Jahr: erst ein paar Wochen Theorie in der Schule, am Ende zwei Segelflüge bei uns am Platz.

Unterrichtet hat ihn dort Steffi Spohn, unsere erste Vorsitzende. Sie erinnert sich gut: ā€žFelix hat am ersten Tag in der AG schon gesagt, ich will Pilot werden.ā€œ

Angemeldet wurden Felix und Josia (16) zunächst nur für die AG selbst, damit die Versicherung über den Aeroclub NRW steht. Richtig eingetreten sind die beiden dann am 1. September 2025.

Und seit diesem Jahr geben sie die AG an ihrer Schule selbst – sie haben Steffi darin abgelƶst.

Vom Schüler zum Ausbilder der nächsten Runde, in einem Jahr. Schöner kann man nicht zeigen, wie Jugendarbeit im Verein funktioniert.


Wer ihn dahin gebracht hat

Im Segelflug haben Felix fünfzehn verschiedene Fluglehrer geschult, am häufigsten Nils Kronig, Michael Müllers, Felix Hupperten und Conrad Gerte. Auf dem Motorsegler waren es Thomas Hinss und Nils Kronig.

Und dann ist da noch Lars Müller. Er ist den kombinierten Weg vor Felix gegangen – und nimmt ihn seitdem mit. Achtzehn Flüge stehen im Buch, auf denen Felix neben ihm saß, darunter gut drei Stunden im Doppelsitzer über Land.


Wir kommen auch in die Schule

Die AG lƤuft jedes Jahr, und sie ist der Grund, warum Felix und Josia überhaupt hier gelandet sind. Theorie im Klassenzimmer, zwei Flüge am Platz – und wer will, bleibt ā€žhƤngenā€œ.

Ihr seid an einer Schule, die so etwas machen mƶchte? Oder wollt einfach selbst anfangen? Beides geht bei uns – was dazugehƶrt, steht auf der Seite Fliegen lernen.

šŸ‘‰ Eine Nachricht über das Kontaktformular genügt, wir kümmern uns darum.

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