Segelflieger an der Niers

Eine Ankündigung von zwölf Zeilen, drei Tage vor der Gründungsversammlung: In Neersen soll eine eigene Gruppe des Luftsportvereins „Grenzland“ entstehen. Der Platz hat schon einen amtlichen Namen – und die ersten Probelandungen sind glatt verlaufen.

Westdeutsche Zeitung

Zeitungsausschnitt: Segelflieger an der Niers
Westdeutsche Zeitung vom 17. Dezember 1952 – der Ausschnitt, aufgeklebt und mit handschriftlichem Datumsvermerk.

Segelflieger an der Niers

NEERSEN. Eine Gruppe Neersen des Luftsportvereins „Grenzland“ Viersen soll am Donnerstag, 20 Uhr, im Saale Biedemann-Mathes gegründet werden. Der Vorsitzende des Vereins „Grenzland“, Dr. Walter Doetsch, Viersen, wird an der Versammlung teilnehmen. Es liegen bereits zahlreiche Meldungen von Interessenten vor, zumal der Verein seinen Flugplatz in das Gebiet der Gemeinde Neersen verlegt. Die ersten Probelandungen mit einer leichten Sportmaschine sind glatt verlaufen. Der Platz liegt unmittelbar am Grenzweg und trägt die offizielle Bezeichnung „Flugplatz Neersen An der Niers“.


Was daraus geworden ist

Die Meldung ist keine Woche vor Weihnachten 1952 erschienen – am Donnerstag darauf wurde die Gruppe tatsächlich gegründet, und 33 Menschen traten gleich am ersten Abend bei. Der Name „Flugplatz Neersen An der Niers“ hat nicht gehalten: Der Platz ist später nach Grefrath gewandert und heißt heute Niershorst. Die Niers ist geblieben.

Aus den Vereinen von damals ist der LSV Grenzland e. V. geworden, und auf dem Niershorst wird bis heute geflogen. Wer selbst einmal starten möchte, kann bei uns Fliegen lernen – meldet Euch einfach bei uns am Platz.

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