Am Flugplatz Grefrath ist ein neues Artenschutzprojekt gestartet: Gemeinsam mit der Biostation Krickenbecker Seen engagiert sich die Flugplatzgemeinschaft Grefrath für den Erhalt des gefährdeten Feldsperlings.
Seit Jahresbeginn läuft das Projekt mit dem Ziel, dem Feldsperling auf geeigneten Biotopflächen neue Nistmöglichkeiten zu schaffen. So soll langfristig ein Beitrag zum Erhalt der Population und zur Förderung der Artenvielfalt am Niederrhein geleistet werden.
Dass der Blick dabei auf das weitläufige Flugplatzgelände fiel, überrascht kaum. Die Flächen rund um den Platz sind schon heute Lebensraum für zahlreiche Tierarten. In den Ruhezeiten lassen sich dort unter anderem Graureiher, Silberreiher, Störche, Schwäne, Krähen, Tauben sowie verschiedene Greif- und Singvögel beobachten. Auch Feldhasen, Kaninchen und Rehwild sind auf den Wiesen und in den angrenzenden Gebüschen immer wieder anzutreffen.

Der Feldsperling, ein naher Verwandter des Haussperlings, bevorzugt offene Landschaften mit Wiesen, Feldern, Hecken und kleineren Gehölzstrukturen. Bei gemeinsamen Ortsbegehungen konnten Mitglieder der Flugplatzgemeinschaft und Mitarbeitende der Biostation geeignete Standorte für das Anbringen von Nistkästen identifizieren.

Besonders erfreulich: Ein Mitglied der Flugplatzgemeinschaft hat die Patenschaft für die Nistkästen übernommen und wird das Projekt aufmerksam begleiten. So kann in den kommenden Monaten beobachtet werden, ob die neuen Brutplätze angenommen werden und sich vielleicht schon bald erster Nachwuchs einstellt.
Das Projekt zeigt einmal mehr, dass sich Luftsport und Naturschutz nicht ausschließen, sondern am Flugplatz Grefrath sehr gut ergänzen können.
Weitere Informationen zum Feldsperlingsprojekt gibt die Biostation Krickenbecker Seen. Wer sich darüber hinaus für die fliegerischen Möglichkeiten am Flugplatz Grefrath interessiert, kann sich jederzeit an die Mitglieder des Luftsportvereins Grenzland e.V. wenden.
